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Gesund leben

Die gesetzlichen Vorsorgemaßnahmen

Darmkrebs-Früherkennung

Ohne Früherkennung wird Darmkrebs meist spät entdeckt, da er anfänglich nur wenige Beschwerden verursacht. Die gesetzlichen Leistungen zur Darmkrebs-Früherkennung (Dickdarmkrebs-Früherkennung) bestehen für 50- bis 55-Jährige im einmal jährlich durchzuführenden Austasten des Dickdarms und dem ebenfalls einmal jährlichen Stuhltest auf verborgenes Blut. Ab 55 Jahren können entweder zwei Darmspiegelungen in Anspruch genommen werden (die erste ab 55, die zweite 10 Jahre später) oder alle zwei Jahre der chemische Stuhltest auf verborgenes Blut.

Der Nachweis von okkultem Blut im Stuhl (auch chemischer Stuhltest auf verborgenes Blut, fäkaler okkulter Bluttest, FOBT, Hämoccult®-Test oder nur Hämoccult® genannt) weist den roten Blutfarbstoff Hämoglobin und damit verborgenes (okkultes) Blut im Stuhl nach. Der Arzt händigt entweder drei Testbriefchen oder Stuhlröhrchen mit einem kleinen Spatel aus. Zu Hause entnimmt man damit dem Stuhl ein erbsengroßes Stück und füllt es in das Röhrchen oder streicht es auf die vorgesehenen Felder des Testbriefchens. Dies wird bei zwei weiteren Stuhlgängen wiederholt. Ist der Test positiv, so kann das auf einen (blutenden) Tumor im Darm hinweisen. Das Blut kann aber auch aus anderen Quellen stammen, z.B. von einer Magenschleimhautentzündung, von Hämorrhoiden, von Fleischverzehr oder aus Zahnfleischverletzungen, bei Frauen durch Blutspuren während der Menstruation, sodass der Test recht ungenau ist. Bei immerhin 50 von 1 000 Teilnehmern ist er positiv, ohne dass bei der nachfolgenden Darmspiegelung ein Darmkrebs gefunden wird. Andererseits werden durch diese Methode ~ 65% der Krebsgeschwüre übersehen, weil sie nicht bluten. Dennoch ist der Test empfehlenswert: Sein Nutzen ist zwar nur moderat, aber gut belegt; zudem ist er weder gefährlich noch aufwendig.

Hinweise zur Testdurchführung. 3 Tage vor dem Test sollten keine rohen oder halbrohen Fleischwaren mehr verzehrt werden. Auch hoch dosiertes Vitamin C sowie eisen-haltige Arzneimittel verfälschen das Ergebnis. Bei Zahnfleisch- und Nasenbluten oder bei Frauen während der Menstruation wird der Test verschoben.

Der herkömmliche Stuhltest FOBT wurde im Oktober 2016 durch den immunologischen Stuhltest auf verborgenes Blut ersetzt. Hierbei wird typischerweise nur eine Stuhlprobe untersucht. Der Test übersieht weniger Karzinome. Ob dadurch insgesamt die Früherkennung besser wird, ist wissenschaftlich nicht erwiesen.

Weitere Stuhltests. Neuere Tests weisen genetische Veränderungen an Erbgut-Fragmenten im Stuhl (DNA-Stuhltests) oder ein Enzym nach, das in entarteten Zellen häufiger vorkommt (Tumor-M2-Pyruvatkinasetest). Überdiagnosen sind bei beiden Verfahren so häufig, dass diese Stuhltests zur Früherkennung als nicht geeignet gelten.

Austasten des Enddarms. Bei dieser klassischen Methode führt der Arzt den von einem Fingerling geschützten Finger durch den After ein und tastet das untere Ende des Dickdarms aus. Zur Früherkennung ist die Tastuntersuchung des Enddarms ungenau, weil viele Darmtumore höher sitzen – trotzdem werden mit dieser Methode jährlich viele Tausend Mastdarmkrebsfälle entdeckt.

Darmspiegelung. Die endoskopische Darmspiegelung (Koloskopie), bei der der gesamte Dickdarm gespiegelt wird, ist aussagefähiger als die Tastuntersuchung des Enddarms. Häufig stößt der Arzt bei der Untersuchung auf Vorwölbungen der Schleimhaut (Polypen). 95 % dieser Polypen erweisen sich bei der späteren feingeweblichen Untersuchung im Labor als gutartig. Bei 5 % befinden sich aber im Zentrum des Polypen entartete Zellen, also ein beginnender Darmkrebs, weshalb Polypen grundsätzlich in ihrer Gesamtheit entfernt werden.

Die Bilanz der Früherkennung durch Darmspiegelung in Zahlen : Bei 270 von 1 000 Teilnehmern werden Polypen gefunden und abgetragen; bei 6 von 1 000 Teilnehmern der Untersuchung wird ein Darmkrebs entdeckt. Die Treffsicherheit des Verfahrens ist gut; nur etwa 10 % der Polypen und damit auch nur wenige Krebsfälle werden übersehen. Experten nehmen an, dass die Darmspiegelung das Risiko, an Darmkrebs zu sterben, um etwa zwei Drittel verringern kann . Eine Darmspiegelung hat ferner gegenüber Stuhltests den Vorteil, dass auch nicht-blutende Geschwüre erkannt werden. 

Ganz risikofrei ist die Untersuchung aber nicht: Bei einer von 2 000 Darmspiegelungen kommt es zu einer Verletzung oder Blutung, die eine Einlieferung ins Krankenhaus oder eine Operation erfordert. Einer von 1 000 Teilnehmern leidet an unerwünschten Nebenwirkungen des Beruhigungsmittels . Insgesamt ist die Früherkennungsuntersuchung durch die Darmspiegelung zwar belastend und auch nicht ganz risikolos, wegen der Schwere der möglicherweise verhinderten Erkrankung aber dennoch zu empfehlen.

Kleine Darmspiegelung. Auch die kleine Darmspiegelung (Sigmoidoskopie) wird zur Früherkennung eingesetzt. Untersucht werden die letzen 50–60 cm des End- und Dickdarms. Jedoch werden dabei im Vergleich zu der den ganzen Dickdarm spiegelnden Koloskopie (Darmspiegelung) ein Drittel der Krebsfälle übersehen, entsprechend niedriger ist die Aussagekraft. Aus diesem Grund hat die Sigmoidoskopie derzeit keinen Stellenwert im Rahmen der Früherkennung.

Septin-9-Test. Bei der Entstehung von Darmkrebs spielt die Aktivität des Gens Septin-9 eine wichtige Rolle. Die Aktivität des Gens wird durch sein so genanntes Methylierungsmuster bestimmt. Das bedeutet, dass sich an ein Gen Methylreste anlagern. Je mehr Methylreste ein Gen hat, umso weniger aktiv ist es. Bei vielen Krebsarten finden sich spezifische Methylierungsmster. Das Septin-9-Gen liegt beispielsweise nur in Darmkrebszellen methyliert vor, aber nicht in gesundem Gewebe. Da der Septin-9-Test eben dieses methylierte Septin-9 nachweist, eignet er sich auch für die Früherkennung von Darmkrebs. Die Wissenschaftler, die den Test überprüften, weisen allerdings darauf hin, dass der Test ungeeignet ist, um Krebsvorstufen oder gutartigen Darmkrebs zu erkennen. Daher ist die Darmspiegelung noch immer die wichtigste Vorsorgemaßnahme.

Darmkrebs-Früherkennung

Ohne Früherkennung wird Darmkrebs meist spät entdeckt, da er anfänglich nur wenige Beschwerden verursacht.

Die gesetzlichen Leistungen zur Darmkrebs-Früherkennung (Dickdarmkrebs-Früherkennung) bestehen für 50- bis 55-Jährige im ein Mal jährlich durchzuführenden Austasten des Dickdarms und dem ebenfalls einmal jährlichen Stuhltest auf verborgenes Blut. Ab 55 Jahren können entweder zwei Darmspiegelungen in Anspruch genommen werden (die erste ab 55, die zweite 10 Jahre später) oder alle zwei Jahre der chemische Stuhltest auf verborgenes Blut.

Der Nachweis von okkultem Blut im Stuhl (auch chemischer Stuhltest auf verborgenes Blut, fäkaler okkulter Bluttest, FOBT, Hämoccult®-Test oder nur Hämoccult® genannt) weist den roten Blutfarbstoff Hämoglobin und damit verborgenes (okkultes) Blut im Stuhl nach. Der Arzt händigt entweder drei Testbriefchen oder Stuhlröhrchen mit einem kleinen Spatel aus. Zu Hause entnimmt man damit dem Stuhl ein erbsengroßes Stück und füllt es in das Röhrchen oder streicht es auf die vorgesehenen Felder des Testbriefchens. Dies wird bei zwei weiteren Stuhlgängen wiederholt. Ist der Test positiv, so kann das auf einen (blutenden) Tumor im Darm hinweisen. Das Blut kann aber auch aus anderen Quellen stammen, z.B. von einer Magenschleimhautentzündung, von Hämorrhoiden, von Fleischverzehr oder aus Zahnfleischverletzungen, bei Frauen durch Blutspuren während der Menstruation, sodass der Test recht ungenau ist. Bei immerhin 50 von 1 000 Teilnehmern ist er positiv, ohne dass bei der nachfolgenden Darmspiegelung ein Darmkrebs gefunden wird. Andererseits werden durch diese Methode ~ 65% der Krebsgeschwüre übersehen, weil sie nicht bluten. Dennoch ist der Test empfehlenswert: Sein Nutzen ist zwar nur moderat, aber gut belegt; zudem ist er weder gefährlich noch aufwendig.

Hinweise zur Testdurchführung. 3 Tage vor dem Test sollten keine rohen oder halbrohen Fleischwaren mehr verzehrt werden. Auch hoch dosiertes Vitamin C sowie eisen-haltige Arzneimittel verfälschen das Ergebnis. Bei Zahnfleisch- und Nasenbluten oder bei Frauen während der Menstruation wird der Test verschoben.

Der immunologische Stuhltest auf verborgenes Blut weist das Blut im Stuhl mit einer immunologischen Methode nach. Der Test ist teurer als der klassische chemische Stuhltest und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt. Er übersieht zwar weniger Karzinome, hat aber eine höhere Rate an Fehlalarmen. Ob dadurch insgesamt die Früherkennung besser wird, ist wissenschaftlich nicht erwiesen.

Weitere Stuhltests. Neuere Tests weisen genetische Veränderungen an Erbgut-Fragmenten im Stuhl (DNA-Stuhltests) oder ein Enzym nach, das in entarteten Zellen häufiger vorkommt (Tumor-M2-Pyruvatkinasetest). Überdiagnosen sind bei beiden Verfahren so häufig, dass diese Stuhltests zur Früherkennung als nicht geeignet gelten.

Austasten des Enddarms. Bei dieser klassischen Methode führt der Arzt den von einem Fingerling geschützten Finger durch den After ein und tastet das untere Ende des Dickdarms aus. Zur Früherkennung ist die Tastuntersuchung des Enddarms ungenau, weil viele Darmtumore höher sitzen – trotzdem werden mit dieser Methode jährlich viele Tausend Mastdarmkrebsfälle entdeckt.

Darmspiegelung. Die endoskopische Darmspiegelung (Koloskopie), bei der der gesamte Dickdarm gespiegelt wird, ist aussagefähiger als die Tastuntersuchung des Enddarms. Häufig stößt der Arzt bei der Untersuchung auf Vorwölbungen der Schleimhaut (Polypen). 95 % dieser Polypen erweisen sich bei der späteren feingeweblichen Untersuchung im Labor als gutartig. Bei 5 % befinden sich aber im Zentrum des Polypen entartete Zellen, also ein beginnender Darmkrebs, weshalb Polypen grundsätzlich in ihrer Gesamtheit entfernt werden.

Die Bilanz der Früherkennung durch Darmspiegelung in Zahlen (laut Stiftung Warentest: Untersuchungen zur Früherkennung Krebs, 3-937880-07-0, 2005): Bei 270 von 1 000 Teilnehmern werden Polypen gefunden und abgetragen; bei 6 von 1 000 Teilnehmern der Untersuchung wird ein Darmkrebs entdeckt. Die Treffsicherheit des Verfahrens ist gut; nur etwa 10 % der Polypen und damit auch nur wenige Krebsfälle werden übersehen. Experten nehmen an, dass die Darmspiegelung das Risiko, an Darmkrebs zu sterben, um etwa zwei Drittel verringern kann.

Ganz risikofrei ist die Untersuchung aber nicht: Bei einer von 2 000 Darmspiegelungen kommt es zu einer Verletzung oder Blutung, die eine Einlieferung ins Krankenhaus oder eine Operation erfordert. Einer von 1 000 Teilnehmern leidet an unerwünschten Nebenwirkungen des Beruhigungsmittels. Insgesamt ist die Früherkennungsuntersuchung durch die Darmspiegelung zwar belastend und auch nicht ganz risikolos, wegen der Schwere der möglicherweise verhinderten Erkrankung aber dennoch zu empfehlen.

Kleine Darmspiegelung. Auch die kleine Darmspiegelung (Sigmoidoskopie) wird zur Früherkennung eingesetzt. Untersucht werden die letzen 50–60 cm des End- und Dickdarms. Jedoch werden dabei im Vergleich zu der den ganzen Dickdarm spiegelnden Koloskopie (Darmspiegelung) ein Drittel der Krebsfälle übersehen, entsprechend niedriger ist die Aussagekraft.

Septin-9-Test. Bei der Entstehung von Darmkrebs spielt die Aktivität des Gens Septin-9 eine wichtige Rolle. Die Aktivität des Gens wird durch sein so genanntes Methylierungsmuster bestimmt. Das bedeutet, dass sich an ein Gen Methylreste anlagern. Je mehr Methylreste ein Gen hat, umso weniger aktiv ist es. Bei vielen Krebsarten finden sich spezifische Methylierungsmster. Das Septin-9-Gen liegt beispielsweise nur in Darmkrebszellen methyliert vor, aber nicht in gesundem Gewebe. Da der Septin-9-Test eben dieses methylierte Septin-9 nachweist, eignet er sich auch für die Früherkennung von Darmkrebs. Die Wissenschaftler, die den Test überprüften, weisen allerdings darauf hin, dass der Test ungeeignet ist, um Krebsvorstufen oder gutartigen Darmkrebs zu erkennen. Daher ist die Darmspiegelung noch immer die wichtigste Vorsorgemaßnahme.

Gesetzliche Früherkennungsuntersuchungen

Vorsorge heißt, dafür zu sorgen, dass Krankheiten erst gar nicht entstehen. Somit sind an der Vorsorge nicht nur Ärzte beteiligt. Und wenn wir zur ärztlichen Vorsorge gehen, handelt es sich dabei streng genommen eher um Früherkennung: Falls bereits eine Krankheit entstanden ist, soll diese möglichst rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Die Mammografie z. B. kann Krebsfälle im Frühstadium aufspüren, vorbeugen (also ihr Entstehen verhindern) kann sie nicht. In der Tat haben nur wenige der Vorsorgeuntersuchungen vorbeugenden, d. h. Krankheiten verhindernden, Charakter – solche Ausnahmen sind zum Beispiel Blutdruck- und Cholesterinmessungen.

Welche Vorsorgeuntersuchungen vom Kassenarzt als gesetzliche Untersuchungen kostenfrei angeboten werden können, bestimmt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), dem Vertreter der Ärzte, der Krankenkassen und seit 2004 auch der Patienten- und Selbsthilfeverbände angehören. Er beurteilt regelmäßig, welche Früherkennungsverfahren medizinisch notwendig und wirtschaftlich sind.

Vorsorge in der Dermatologie

Hautkrebs ist eine bösartige Erkrankung der Haut, die unbehandelt fast immer zum Tod führt. Pro Jahr erkranken circa 120 000 Menschen neu an Hautkrebs. Mit dem Alter steigt das Risiko, Hautkrebs zu entwickeln. Da immer mehr alte Menschen in Deutschland leben, nimmt auch die Hautkrebs-Häufigkeit zu. Regelmäßige ärztliche Untersuchungen helfen, den Krebs schon im Anfangsstadium zu entdecken. Dadurch verbessern sich die Heilungschancen. 

Seit Mitte 2008 ist die Hautkrebs-Früherkennung (Hautkrebs-Screening) gesetzliche Kassenleistung. Alle 2 Jahre ist sie für Versicherte ab 35 Jahren kostenlos. Nur Dermatolog*innen (Hautärzt*innen) sowie Hausärzt*innen mit einer speziellen Fortbildungen dürfen die Früherkennung durchführen. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten auch für jüngere Versicherte. Es lohnt sich also, bei der Krankenkasse nachzufragen.

Zum Hautkrebsscreening gehört ein Vorgespräch, eine Untersuchung und eine Beratung. Bei der Anamnese erkundigt sich die Ärzt*in nach Vorerkrankungen, Risikofaktoren oder Krebserkrankungen in der Familie. Denn bei einigen Grunderkrankungen, tritt Hautkrebs häufiger auf, zum Beispiel bei einer Immunschwäche. Bei der Untersuchung schaut sich die Ärzt*in die gesamte Haut genau an. Deshalb muss die Patient*in vor der Untersuchung die Kleidung ausziehen. Auffällige Flecken auf der Haut untersucht die Ärzt*in unter einem kleinen Mikroskop genauer. Anschließend teilt die Ärzt*in ihre Befunde mit und gibt Tipps für den Hautschutz.

Falls bei der Untersuchung verdächtige Flecken gefunden wurden, überweisen Hausärzt*innen an eine Dermatolog*in. Sie führt meist eine Biopsie durch. Dabei wird eine kleine Menge des Gewebes entnommen, um es unter dem Mikroskop genauer zu beurteilen. Doch keine Sorge: In vielen Fällen bestätigt sich der Verdacht nicht. Hat die Hausärzt*in eine Dermatolog*in um Abklärung der Flecken gebeten, steckt nur in circa 5% der Fälle Hautkrebs dahinter.

Übrigens: UV-Strahlung, wie sie in Sonnenstrahlen vorkommt, ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs. Deshalb gilt schon bei Kindern:

  • Die Haut bedecken zum Beispiel mit UV-Schutzkleidung, Sonnenhüten und Sonnenbrillen.
  • Die Haut regelmäßig mit Sonnenschutzmittel eincremen.
  • Mittagssonne meiden, denn hier ist die Sonnenstrahlung besonders stark.

Wer geht zur Vorsorge?

In Deutschland gehen nur jeder fünfte Mann und jede zweite Frau regelmäßig zu den gesetzlich empfohlenen Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen.

Dabei sind die meisten der heute als Kassenleistung kostenfrei angebotenen Früherkennungsuntersuchungen wissenschaftlich geprüft und erfüllen nachweislich ihren Zweck, d. h., Krankheiten werden rechtzeitig entdeckt und die nachfolgende Behandlung ermöglicht dem Patienten ein längeres Leben. Seit 2008 müssen chronisch kranke Patienten, die in Deutschland eine Zuzahlungsverminderung für Medikamente beantragen, durch einen „Präventionspass" belegen, dass sie bestimmte Vorsorgeuntersuchungen (Früherkennung von Brust-, Darm- und Gebärmutterhalskrebs) regelmäßig durchführen oder sich beraten ließen. Die umstrittene Regelung gilt für alle, die nach dem 1. Januar 2008 erstmals Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen können (also Frauen, die nach dem 1. April 1987 geboren wurden sowie Männer, die nach dem 1. April 1962 geboren wurden).

Zu den Bewertungen der Früherkennungsuntersuchungen für Erwachsene.